What is TwinOxide?

Samstag, 21. Januar 2017

Legionellenprüfung: der zweite Zyklus steht an

http://www.bundesbaublatt.de/artikel/bbb_Legionellenpruefung_der_zweite_Zyklus_steht_an_2659651.html




Legionellenprüfung: der zweite Zyklus steht an

Bis Ende 2016 muss das Trinkwasser in einem Großteil der Mehrfamilienhäuser zum zweiten Mal auf Legionellen untersucht werden. Der Beitrag gibt Informationen und Tipps für die Wohnungswirtschaft.

Vor rund fünf Jahren war die Wohnungswirtschaft erstmals mit dem Thema Legionellenprüfung konfrontiert. Am 1. November 2011 trat eine novellierte Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in Kraft. Sie verpflichtete „Betreiber von Großanlangen zur Trinkwasserversorgung“, das Trinkwasser regelmäßig auf Legionellen untersuchen zu lassen. Mit der „Zweiten Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung“ vom 13. Dezember 2012 hat der Gesetzgeber alle Rahmenbedingungen der Legionellenprüfung geklärt: Die Erstbeprobung zentraler Trinkwasseranlagen in Mehrfamilienhäusern musste bis 31. Dezember 2013 abgeschlossen sein. Die Untersuchung muss alle drei Jahre wiederholt werden. Vermieter und Verwalter, deren Anlagen 2012 und 2013 überprüft wurden, sind also spätestens zum 31. Dezember 2016 erneut in der Pflicht. Minol Messtechnik bietet die Legionellenprüfung zusammen mit Partnerlaboren an. Der Dienstleister hat die Erfahrungen aus dem ersten Prüfzyklus ausgewertet und gibt Empfehlungen für die anstehenden Legionellenprüfungen.

Drei-Jahres-Frist genau einhalten

Wichtig für Eigentümer und Verwalter ist die genaue Einhaltung der Drei-Jahres-Frist. Nach § 14 Abs. 2 der Trinkwasserverordnung dürfen die Zeitabstände zwischen den Prüfungen „nicht mehr als drei Jahre betragen“. Eine Liegenschaft, die zuletzt am 14. September 2013 beprobt wurde, muss also bis spätestens 14. September 2016 erneut untersucht werden – und nicht erst im Dezember 2016.
Die größte Herausforderung bei der Legionellenprüfung in Wohngebäuden ist die Terminierung: Der Dienstleister muss zeitgleich Zugang zum Warmwasserspeicher und allen Wohnungen bekommen, die laut Trinkwasserverordnung zu beproben sind. Durchschnittlich sind es fünf Proben pro Liegenschaft. Sind einzelne Mieter nicht anwesend und keine Proben von alternativen Wohnungen am gleichen Steigstrang möglich, muss gegebenenfalls die gesamte Probereihe verschoben werden – die Proben müssen nämlich alle vom gleichen Tag stammen. Für einen reibungslosen Ablauf ist es deshalb wichtig, dass Eigentümer beziehungsweise Verwalter dem Dienstleister aktuelle Nutzerdaten zur Verfügung stellen. Nur so kann dieser rechtzeitig alle betroffenen Haushalte anschreiben und seinen Besuch ankündigen.
„Wir rechnen damit, dass die Beprobung der Liegenschaften beim zweiten Prüfzyklus deutlich einfacher verläuft. Beim ersten Mal mussten die für eine Beprobung notwendigen Entnahmestellen noch eingerichtet werden, was zu einem Handwerkerstau führte. Mittlerweile sind so gut wie alle Liegenschaften mit Entnahmestellen am Warmwasserspeicher ausgestattet, und auch für die Hausbewohner ist das Thema nicht mehr neu“, sagt Matthias Bär, Produktmanager für die Immobilienwirtschaft bei Minol.

Legionellenprüfung ernst nehmen

Mehrere Gründe sprechen dafür, dass Wohnungsunternehmen und Verwalter die Legionellenprüfung nicht vernachlässigen dürfen.
– Gesundheitliche Gründe: In Deutschland treten jährlich zwischen 20.000 und 30.000 Legionellosen auf, die zu einer behandlungsbedürftigen Lungenentzündung füh­­­­­ren. Ca. 7% davon verlaufen tödlich (Quelle: Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn). Dass das Trinkwasser in Wohngebäuden dabei durchaus eine Rolle spielt, zeigt die statistische Auswertung aller Legionellenprüfungen von Minol: Immerhin 14,8% der Proben, also etwa jede siebte, überschreiten den technischen Maßnahmenwert von 100 Kolonie bildenden Einheiten (KBE) pro 100 ml Wasser. Die meisten belasteten Proben (8,7%) sind mittel kontaminiert. 4,8% der Proben liegen zwischen 1.001 und 10.000 KBE, sind also hoch kontaminiert. 1,3% weisen einen Wert über 10.000 KBE und damit eine extrem hohe Kontamination auf. „Die Zahlen belegen, dass die Legionellenprüfung für die Gesundheit der Verbraucher wichtig ist, dass eine starke Belastung mit Duschverbot oder sonstigen drastischen Sofortmaßnahmen aber eher selten vorkommt“, erklärt Matthias Bär.
– Juristische Gründe: Sollte es in einem Mehrfamilienhaus zu Legionellen-Erkrankungen oder gar Todesfällen kommen, ist der Eigentümer in einer rechtlich heiklen Situation. Wer zum Beispiel die orientierende Untersuchung oder die Gefährdungsanalyse nicht oder nicht rechtzeitig durchgeführt hat, muss laut Trinkwasserverordnung mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro bis hin zu einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen. Die gleichen Konsequenzen drohen bei einer Missachtung der Melde-, Informations- oder Dokumentationspflichten – zum Beispiel müssen die Ergebnisse der Legionellenprüfung mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden.
Auch die Gerichte nehmen den Vermieter in die Verantwortung. Relevant sind vor allem zwei Urteile: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat im Mai 2015 entschieden, dass Vermieter bei einer Legionelleninfektion haftbar gemacht werden können (BGH, Urteil v. 6.5.2015, VIII ZR 161/14). Das Amtsgericht Dresden entschied Ende 2013, dass eine hohe Legionellenkonzentration eine Mietminderung von 25% rechtfertigt (AG Dresden, Urteil v. 11.11.2013, 148 C 5353/13).

Risikofaktoren beachten

Bestimmte Rahmenbedingungen können eine Kontamination mit Legionellen begünstigen. Wohnungsunternehmen und Verwalter sollten ihr Augenmerk vor allem auf die folgenden Risikofaktoren legen und Gegenmaßnahmen treffen:
– Überdimensionierungen von Warmwasserspeichern und/oder Rohrleitungen. Entspricht die Hausinstallation den Vorgaben der DIN 1988 sowie dem DVGW Arbeitsblatt W 551? Durch eine Überdimensionierung stagniert das Wasser und die Organismen vermehren sich deutlich schneller.
– Ungeeignete Materialien bei Rohrleitungen bzw. Anlagen- und Geräteteilen. Verzinkte Rohrleitungen beispielsweise sind im Warmwasserkreislauf in Neubauten verboten. Gibt es bereits Hinweise auf eine Korrosion?
– Stagnierendes Wasser in den Leitungen aufgrund unregelmäßiger oder komplett fehlender Entnahme, etwa bei Ferienwohnungen, ungenutzten Räume, etc.
– Niedrige Temperaturen: Je kühler das Warm- und Kaltwasser, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines Legionellenbefalls. Für den Betrieb von Warmwasseranlagen in Großanlagen (z. B. Kliniken, Pflegeheime, Schulen, Hotels) ist  eine Temperatur von mindestens 60 °C am Austritt des Warmwasserbereiters (Boiler) gefordert. Bei geringeren Temperaturen werden Mikroorganismen nicht mehr ausreichend abgetötet.
– Verunreinigte Anlagen: Die Trinkwasseranlage sollte regelmäßig gewartet werden, insbesondere Reinigungsarbeiten an Filtern, Wasserspeichern, Armaturen sind durchzuführen.

Sanierung: auf den Einzelfall kommt es an

Bei einer Kontamination müssen laut TrinkwV auf jeden Fall die Mieter und das Gesundheitsamt informiert werden. In der Regel bestimmt dann das Gesundheitsamt die nächsten Schritte (siehe Bild 3). Ja nach Ursache kommen dann betriebs-, verfahrens- und bautechnische Maßnahmen in Frage. „Die Legionellenbekämpfung ist aufgrund der verschiedenen Anlagen und Kontaminationsstärken individuell sehr unterschiedlich und kann zuweilen sehr aufwändig werden. Oft führt erst eine Kombination verschiedener Maßnahmen zum Ziel“, erklärt Matthias Bär. Spezialisierte Dienstleister wie Minol bündeln die dafür nötigen Kompetenzen und unterstützen die Betreiber in enger Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt, Fachplanern und Heizungsbauern während des gesamten Prozesses.
Wichtig für Eigentümer und Verwalter ist die exakte Einhaltung der Termine.
Die Proben müssen alle vom gleichen Tag stammen.

Legionellen­bekämpfung mit Chlordioxid - Bedarfsgerechte Dosierung baut Biofilm ab




Legionellen­bekämpfung mit Chlordioxid - Bedarfsgerechte Dosierung baut Biofilm ab
http://www.ikz.de/nc/ikz-fachplaner/artikel/article/legionellenbekaempfung-mit-chlordioxid-bedarfsge-0008745.html
01.08.2007
Im Zusammenhang mit dem Nachweis von Legionellen im Trinkwasser von Bestandsanlagen sind Planer, Fachhandwerker und Betreiber gleichermaßen mit Fragen zur wirksamen Bekämpfung konfrontiert. Wie kann ein bereits befallenes System desinfiziert werden? Müssen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden? Welche technischen Lösungen sind erfolgversprechend. Neben der Thermischen Desinfektion und der UV-Bestrahlung konzentriert sich die Entwicklung auch auf den Einsatz von Chlordioxid als Desinfektionsverfahren gegen Legionellen. Im nachfolgenden Beitrag wird über die Wirkungsweise und Betriebserfahrungen dieses Verfahrens berichtet.
Rainer Schmitz
Im Zusammenhang mit dem Nachweis von Legionellen im Trinkwasser von Bestandsanlagen sind Planer, Fachhandwerker und Betreiber gleichermaßen mit Fragen zur wirksamen Bekämpfung konfrontiert. Wie kann ein bereits befallenes System desinfiziert werden? Müssen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden? Welche technischen Lösungen sind erfolgversprechend. Neben der Thermischen Desinfektion und der UV-Bestrahlung konzentriert sich die Entwicklung auch auf den Einsatz von Chlordioxid als Desinfektionsverfahren gegen Legionellen. Im nachfolgenden Beitrag wird über die Wirkungsweise und Betriebserfahrungen dieses Verfahrens berichtet.
Legionellen sind ein natürlicher Bestandteil der Mikroflora des Wassers und somit ein ständiger Begleiter des Menschen. Wie immer gilt auch hier: Auf die Dosis kommt es an. Gefährlich werden können Legionellen für den Menschen nur dann, wenn sie in hoher Konzentration auftreten und als Aerosol (Wassernebel in Duschen oder Befeuchtung in Klimaanlagen) feinstverteilt eingeatmet werden

Dienstag, 6. Januar 2015

Hygiene in Rückkühlwerken - mit der VDI 2047 auf der sicheren Seite-Eurofins/Ost

http://www.eurofins.de/umwelt/news/hygiene-in-ruckkuhlwerken-mit-der-vdi-2047-auf-der-sicheren-seite.aspx

Hygiene in Rückkühlwerken - mit der VDI 2047 auf der sicheren Seite

KühlturmSpätestens seit dem Tod zweier Menschen und über 150 Erkrankungen bei der bis dato stärksten Legionellenepidemie in Deutschland 2013 in Warstein sind die so genannten Rückkühl- oder Verdunstungskühlwerke in den Focus des öffentlichen Interesses gerückt. Obwohl es noch keine abschließende Bewertung der Ursache gibt, wird vermutet, dass ein Warsteiner Rückkühlwerk die Verbreitungsquelle der Legionellen darstellte. Man geht davon aus, dass Bakterien aus einer Kläranlage über das Rückkühlwerk in die Luft gelangt sind und so von den Erkrankten eingeatmet wurden.
Rückkühlanlagen sind neben Industriebetrieben auch in großen Klimaanlagen wie beispielsweise in Krankenhäusern und Hotels im Einsatz. Die Gesamtzahl solcher Anlagen in Deutschland ist nicht bekannt. Das Bundesumweltministerium (BMUB) geht von einer Zahl von einer Million aus. Die Anlagen unterliegen keiner Meldepflicht. Das soll sich mit der Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 "Rückkühlwerk - Sicherstellung des hygienegerechten Betriebs von Verdunstungskühlanlagen (VDI-Kühlturmregeln)" ändern. Inzwischen hat das BMUB ein Eckpunktepapier für eine Verordnung über Verdunstungskühlanlagen vorgelegt.
Mit der neuen VDI-Richtlinie wird es eine Norm geben, die zukünftig Gutachtern und Gerichte als Grundlage für die Beurteilung von straf- und zivilrechtlichen Sachlagen dienen wird. Die Richtlinie sieht eine viermal jährliche Fremdüberwachung des Kühlwassers vor. Dabei werden die Parameter, Koloniezahl, Legionellen und Pseudomonas aeruginosa erfasst. Eurofins Umwelt hilft Ihnen, die neue Richtlinie in die Praxis umzusetzen. Wir stehen mit einem flächendeckenden Netz an Umweltlaboratorien für diese Untersuchungen bereit. Mit unserem Partner Eurofins ht-analytikgewährleisten wir einen Rundumbetreuung: Bestandsaufnahme, Gefährdungsanalyse, Mängelbeurteilung, Beratung zur Systemoptimierung

Kühl- und Produktionswasser, Untersuchungen

KühlturmIm Januar 2014 hat der VDI den Entwurf für die Richtlinie 2047, Blatt 2, "Sicherstellung des hygienerechtlichen Betriebs von Verdunstungskühlanlagen" (VDI-Kühlturmregeln), veröffentlicht. Inhalt sind bauliche, technische und organisatorische Anforderungen für einen hygienisch einwandfreien Betrieb sowie für die Planung, das Errichten und das Betreiben von Verdunstungskühlanlagen.
Hintergrund des Entwurfs ist, dass Rückkühlwerke potenzielle Ursache für Erkrankungen durch luftgetragene Keime sein können. Das vermutet man auch bei den Legionellenerkrankungen und sogar -todesfällen, die sich im Jahr 2013 in Warstein ereignet haben. Die Richtlinie soll sowohl für bestehende als auch für neue Verdunstungskühlanlagen, bei denen Wasser verrieselt oder versprüht wird, gelten. Die Verantwortung liegt beim Betreiber der Anlage. Zwar ist eine Richtlinie kein Gesetz, sie wird aber zukünftig Gutachtern und Gerichten als Grundlage für die Beurteilung von straf- und zivilrechtlichen Sachlagen dienen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat inzwischen ein Eckpunktepapier für eine Verordnung über Verdunstungskühlanlagen vorgelegt. Bisher gab es keine bundesweiten rechtlichen Grundlagen für den Betrieb von Verdunstungskühlwerken.
Konsequenzen der neuen Regelungenfür Betreiber von Kühlwerken im Bezug auf Bakterienkonzentrationen sind u.a.:
  • technischen Maßnahmewerte von 100 KBE/ 100 ml Legionella spp. und 100 KBE /100 ml Pseudomonas aeruginosa dürfen nicht überschritten werden und es darf zu keiner anormalen Veränderung der Koloniezahl kommen
  • in Naturzugkühltürmen mit einer Leistung von > 200 MW dürfen die technischen Maßnahmewerte von 1000 KBE/ 100 ml Legionella spp. oder 1000 KBE /100 ml Pseudomonas aeruginosa nicht überschritten werden und es darf zu keiner anormalen Veränderung der Koloniezahl kommen
  • Wird dem Betreiber einer Anlage bekannt, dass einer der technischen Maßnahmewerte überschritten wurde oder dass es zu einer anormalen Veränderung der Koloniezahl gekommen ist, soll er unverzüglich Untersuchungen zur Aufklärung der Ursache und erforderlichenfalls die abgestuften Maßnahmen durchführen oder durchführen zu lassen
  • Spätestens vier Wochen nach der Überschreitung der Maßnahmewerte von Legionella ssp. oder Pseudomonas aeruginosa soll der Betreiber einer Anlage erneute Messungen zur Feststellung der Wirksamkeit der Maßnahmen durchführen lassen
  • Wird dem Betreiber einer Anlage bekannt, dass im Kühlwasser von Verdunstungskühlanlagen oder im Waschwasser von Nassabscheidern der technische Maßnahmewert für Legionella spp. von 10.000 KBE/ 100 ml erreicht oder überschritten wird, soll er unverzüglich:
    • Untersuchungen zur Aufklärung der Ursachen durchführen oder durchführen lassen,
    • eine Gefährdungsanalyse erstellen oder erstellen lassen und
    • zusätzliche Maßnahmen durchführen oder durchführen lassen, die nach dem Stand der Technik zur Gefahrenabwehr gegen schädliche Umwelteinwirkungen erforderlich sind.
  • nach Durchführung der Maßnahmen soll der Betreiber einer Anlage spätestens vier Wochen nach der Überschreitung der Maßnahmewerte von Legionella ssp. oder Pseudomonas aeruginosa erneute Messungen durchführen
  • Weitere spezielle Anforderungen gibt es bei Betriebsunterbrechungen bzw. Anlagenstillstand
Neben der Eigenüberwachung ist der Betreiber auch zur Fremdüberwachung verpflichtet:
  • vier Untersuchungen des Kühl-oder Waschwassers pro Kalenderjahr auf die Parameter Koloniezahl, Pseudomonas aeruginosa und Legionella spp
  • eine Untersuchung pro Monat bei Betreibern von Naturzugkühltürmen mit einer Leistung von > 200 MW
  • Analytik nur durch ein akkreditiertes Labor
Zusammen mit ht-analytik bietet Eurofins Umwelt eine ganzheitliche Betreuung und Beratung zur Einhaltung Ihrer Verkehrssicherungspflichten an. Neben der akkreditierten Analytik der durch die neue VDI-Richtlinie vorgegeben Parameter bieten wir Ihnen eine komplette Rundumbetreuung: Bestandsaufnahme, Gefährdungsanalyse, Mängelbeurteilung, Beratung zur Systemoptimierung. Wir helfen Ihnen bei der Umsetzung in die Praxis und freuen uns auf Ihre Nachricht.
Produktions- oder Prozesswasser ist Abwasser, das bei verschiedensten Industrieprozessen anfällt. Je nach Verwendungszweck kann es mit mehr oder weniger Schadstoffen belastet sein. Bevor dieses Wasser wieder in den natürlichen Wasserkreislauf gelangt oder über Kreislaufanlagen erneut im Produktionsprozess genutzt werden kann, muss es entsprechend aufbereitet werden. Die chemische Analyse des Produktionswassers ist Voraussetzung für die anlagen- und umweltschonende Wiederverwertung.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Legionellen aus dem Scheibenwischer

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17577-2014-05-20.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+scinexx+%28scinexx+%7C+Das+Wissensmagazin%29

Legionellen aus dem Scheibenwischer

Forscher finden Krankheitserreger in Scheibenwaschanlagen von Autos

Bakterieller Sprühnebel: Krankheitserreger der Art Legionella können offenbar in den Scheibenwaschanlagen von Autos überleben. US- Mikrobiologen habenKolonien dieser Bakterien in den Wassertanks nachgewiesen. Bei von ihnen untersuchten Schulbussen waren drei Viertel der Tanks verseucht. Dies verdeutlicht, dass bakterielle Infektionen auch unerwartete und ungewöhnliche Quellen haben können, so die Forscher.
Elektronenmikroskopische Aufnahme einer Kolonie von Legionella pneumophila
Elektronenmikroskopische Aufnahme einer Kolonie von Legionella pneumophila
Legionellen sind Bakterien, die sich in warmem Wasser wohlfühlen. Sie kommen fast überall in der Natur vor, besonders gut vermehren sie sich jedoch in der Nähe des Menschen: Kläranlagen und die Abwärme von Kühlsystemen wie Klimaanlagen, aber auch Warmwassertanks in Mehrfamilienhäusern bieten den Legionellen einen Lebensraum. Im Trinkwasser sind sie harmlos – in einem Sprühnebel aus feinsten Tröpfchen können sie jedoch eingeatmet werden und in die Lunge gelangen.

Im schlimmsten Fall tödliche Lungenentzündung


Den meisten Menschen geschieht bei einer Infektion nichts, ein gesundes Immunsystem wird normalerweise leicht mit den Bakterien fertig. Im schlimmsten Fall können Legionellen aber die Legionärskrankheit verursachen, eine Lungenentzündung mit manchmal tödlichem Verlauf. Ist die Warmwasserversorgung mit Legionellen belastet, so besteht etwa beim Duschen erhöhte Ansteckungsgefahr. Legionellenausbrüche mit besonders hartnäckigen Bakterienstämmen wie im vergangenen Jahr in der Stadt Warstein können zu regelrechten Epidemien mit mehreren Todesopfern führen.

Wissenschaftler um Otto Schwake von der Arizona State University in Phoenix haben nun einen neuen Unterschlupf der Legionellen entdeckt: Offenbar bieten die Wassertanks von Scheibenwaschanlagen den Bakterien hervorragende Bedingungen. Die Wissenschaftler untersuchten die Scheibenwischer von Schulbussen und kamen zu einem eindeutigen Ergebnis: In drei Viertel der Proben waren Legionellen nachweisbar.

Autos als mögliche Überträger


"Versprühte Waschflüssigkeit kann möglicherweise gefährliche Mengen dieser Bakterien in der Luft verteilen", berichtete Schwake auf einer Konferenz der American Society for Microbiology. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass Autos als Überträger für Legionellen-Infektionen in Frage kommen." Legionellen verbreiten sich ausschließlich über solche Sprühnebel, eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist bislang nicht bekannt.

Schwake und seine Kollegen hatten zunächst überprüft, ob Legionellen überhaupt in den Tanks einer Scheibenwaschanlage leben können. Dabei fanden sie heraus: Kolonien der Bakterien lebten tatsächlich in der Waschflüssigkeit und blieben bis zu 14 Monate lang stabil. Einen ersten Hinweis lieferte eine Studie aus Großbritannien: Mehrere Fälle von Legionellose passten dort nicht in das Ansteckungsmuster einer typischen Legionella-Epidemie. Britische Wissenschaftler führten ein Fünftel dieser Fälle auf die Scheibenwaschanlagen von Fahrzeugen zurück.

"Unsere Studie ist die erste, die ein hohes Legionella-Vorkommen in Automobilen nachweist", sagt Schwake, und betont die Bedeutung von so alltäglichen Dingen wie Scheibenwaschanlagen als mögliche Infektionsquelle. Außerdem, so der Autor weiter, macht die Studie deutlich "dass Menschen auch auf zuvor unbekannten und unerwarteten Wegen Krankheitskeimen ausgesetzt werden können."


Freitag, 21. März 2014

Desinfektion von Kühlwasser


ARTIKELDesinfektion von Kühlwasser
Drei Os gegen Keime
Die Statistik lässt aufhorchen: Nahezu zwei Drittel der gesamten deutschen Frischwasserproduktion benötigt die Industrie für Kühlzwecke. Die gesetzlichen Anforderungen an die Qualität sind hoch, daher müssen Unternehmer teils enorme Kosten zum Bereitstellen und Aufbereiten des Wassers verbuchen.







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In diesem Zusammenhang gewinnen umwelt- und ressourcenschonende Verfahren an Bedeutung. Wesentlicher Ausgangspunkt bei der Betrachtung der Wasseraufbereitung ist die Frage nach der notwendigen Menge an Desinfektionsmitteln. Es gilt, die optimale Einsatzmenge für die jeweils vorliegende Applikation anzuwenden. Zu geringe Konzentrationen bedeuten ein mikrobiologisches Risiko und damit verbundene Nachteile wie Biofilmbildung und einhergehend einen verminderten Wärmeübergang und Energieverluste. Ein erhöhter Wartungs- und Reinigungsaufwand bedeutet in vielen Fällen nicht nur einen erhöhten Personalaufwand, sondern ist verknüpft mit einer geringeren Verfügbarkeit der Anlage und damit der Produktionsleistung. Auch entsteht ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit durch Legionellen. Insbesondere Menschen in der Umgebung von offenen Kühlkreisläufen sind durch mikrobiologisch belastete Schwaden gefährdet. Zu hohe Desinfektionsmittelmengen wiederum belasten die Umwelt und treiben die Kosten durch ineffizient eingesetzte Chemikalien in die Höhe.
Möglichkeiten der Desinfektion
Eine häufig eingesetzte Desinfektionsmethode ist die Chlorung durch den Einsatz von Chlorgas oder anderen auf Chlor basierenden Desinfektionsmitteln. Neben langen Reaktionszeiten zur sicheren Wasserdesinfektion, ist die Wirksamkeit der Chlorung abhängig vom pH-Wert des Wassers. Zudem kann es zur Bildung von unerwünschten Nebenprodukten, z.B. THM, AOX und Chlorkohlenwasserstoffen, sowie Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen kommen. In vielen Ländern sind diese durch die Gesetzgebung limitiert.
Desinfektion mit Chlordioxid
Chlordioxid (CIO
2
) löst Chlorung als Mittel zur Wasserdesinfektion mittlerweile mehr und mehr ab, da es Vorteile wie die vom pH-Wert des Wassers unabhängige Wirkung bietet. Im Gegensatz zum Chlorungsverfahren erzeugt es keine chlorierten Nebenprodukte. Gleichzeitig diffundiert Chlordioxid aufgrund der Lösung als Gas im Wasser in den Biofilm ein und baut diesen in Leitungen, Behältern und in Wärmeübertragern ab. Durch den Abbau der Biofilme, die vor allem auch Nährboden für krankheitserregende Mikroorganismen sind, lassen sich eine permanente Kontamination und der Befall mit Legionellen verhindern. Die hohe Selektivität bewirkt eine effiziente Desinfektion und wirksamen Systemschutz, auch bei vergleichbar niedrigen Konzentrationen.
Desinfektion mit Ozon
Ozon ist das stärkste Oxidationsmittel in der Wasseraufbereitung. Zudem stellt die Ozonbehandlungsstufe eine effektive Barriere gegen sonst nur schwer zu bekämpfende Mikroorganismen dar. Entscheidender Vorteil ist, dass weniger umweltschädliche Nebenprodukte entstehen als bei vergleichbaren Oxidations- und Desinfektionsmitteln. Ökologisch betrachtet, zerfällt das Ozon nach getaner Arbeit in das Element zurück, aus dem es erzeugt wurde: reiner Sauerstoff. Die notwendige Ressource für das Verfahren: Energie - und davon sehr wenig. Lediglich 16,5 W sind zum Erzeugen von 1 g Ozon nötig. Das wirkt sich positiv auf die Betriebskosten aus. Weitere Vorteil: Kein Chemikalientransport oder -handling durch Erzeugung direkt vor Ort. Da Ozon ein stark reaktives Gas ist, wird es bedarfsgerecht mit Ozonerzeugungsanlagen wie dem Ozonfilt vor Ort aus der Umgebungsluft hergestellt.
Herausforderung Kühlwasser
Das Praxisbeispiel einer Kühlwasseraufbereitung zeigte die Stärke der Desinfektion mit Ozon und Chlordioxid: Der Betreiber konnte auf Anlagen, die in einem Wasserkreislauf integriert sind, schon nach drei Monaten Betriebszeit deutliche Unterschiede erkennen. Die Komponenten, bei denen herkömmliche Biozide zum Einsatz kamen, waren mit einem ausgeprägten Biofilm bedeckt. Solche, die in einem mit Ozon behandelten Wasser eingesetzt wurden, wiesen hingegen kaum feststellbare Biofilme auf. Ein weiteres Fallbeispiel, bei dem die Legionellenproblematik im Fokus stand, verdeutlicht die positiven Resultate einer Wasseraufbereitung mit geregelter Ozonzugabe: In einem Unternehmen kam es in der Sommerzeit in einem Kühlturm immer wieder zu Legionellenkontaminationen. Der Betreiber beschloss, das Kühlwasser mit geringen Ozonkonzentrationen zu behandeln. Der Redoxwert lag dabei kontinuierlich über 680 mV. Bereits eine Dosierrate von 0,05 ppm Ozon genügte, um legionellenfreies Wasser zu erzeugen und die Anforderungen an die einzuhaltenden Keimzahlen zu erfüllen. Ein weiterer Vorteil der Ozonbehandlung sind die Kosten. Durch den Wechsel des bisherigen Biozid auf das Dosieren von Ozon konnte der Betreiber Einsparungen von rund 100 € pro Tag realisieren und gleichzeitig die Wartungsintervalle verlängern. Im weiteren Verlauf der Ozonbehandlung war zu beobachten, dass sich in den Rohren und Wärmeübertragern nahezu kein Biofilm mehr bildete.
Entscheider-Facts
für Betreiber
·         Umwelt- und ressourcenschonende Wasseraufbereitungsverfahren gewinnen immer mehr an Bedeutung, will ein Betreiber wirtschaftlich arbeiten.
·         Anwender sparen durch den richtigen Einsatz und das applikationsoptimierte Dosieren von Bioziden Kosten, da sie den Kühlwasser- und Energieverbrauch deutlich reduzieren können.
·         Gleichzeitig schont der minimierte Chemikalienverbrauch die Umwelt und verringert die Gefahr von Gesundheitsbelastungen für das Personal.

Weitere Beiträge zum Thema Wasseraufbereitung finden Sie hier.
Einen Link zum Unternehmen finden Sie hier.

Autor: Michael Birmelin, Marketing-Redakteur bei Prominent
02/2014 März

Mittwoch, 26. Februar 2014

Chemische Desinfektion in der Hausinstallation mit Chlordioxid

Tagung mit Siemens: Berlin, Dezember 2013 – 6. Acqua é Vita Workshop

http://www.acqua-e-vita.de/chlordioxid.pdf


Handzettel 2-3
Grundlagen Legionellen
Handzettel 3-
Grundlagen Mikroorganismen
Handzettel 4-5
Legionellen in verschiedenen Wasserarten
Handzettel 6
Eigenschaften von Chlordioxid/ Redoxpotenziale
Handzettel 7
Dampfdruckkurve;  Herstellungsverfahren
Handzettel 8
Wasserchemische Eigenschaften von Chlordioxid/  Reaktionen mit organischen Inhatlsstoffen
Handzettel 9
Wasserchemische Eigenschaften- Zerfallsreaktionen
Handzettel 10
Reaktionen mit anorgan. Inhaltsstoffen/  Redoxpotenzial und pH-Wert- Vergleich von Chlor und Chlordioxid
Handzettel 11
Vergleich von Chlor und Chlordioxid
Handzettel 12
Chlor und Chlordioxid/ Biofilme
Handzettel 13
Rechtlicher Rahmen
Handzettel 15-16
Gefährdungsbeurteilung nach DGVW 551
Handzettel 17-18
Rechtliche Situation-Trinkwasserinstallation
Handzettel 19-24
Technische Maßnahmen  * Gerätebeschreibungen
Handzettel 25
Technisches System zur Chlordioxid-Dosierung
Handzettel 26-37
Beispiele und Zusammenfassung


Samstag, 21. Dezember 2013

Legionellen-Grenzwerte

http://www.legionellen-wasser.de/nachweis/legionellen-grenzwerte/wasseranalyse.php

Legionellen-Grenzwerte

Legionellen-Grenzwerte


Erst kürzlich wurde im Bundesrat beschlossen, dass dieTrinkwasserverordnung hinsichtlich derLegionellenvorschriften geändert werden soll. Hierbei soll geregelt werden, ab wann eine Untersuchungspflicht auf Legionellen besteht.

Jeder Privathaushalt sollte stets darauf bedacht sein, dass das Leitungswasser frei von Verunreinigungen bleibt. Ab einer Warmwasser-Installation mit mehr als 400 l Brauchwasserinhalt und bei Wasserleitungen, deren Inhalt bis zur Entnahmestelle 3 l übersteigt, muss nach der zukünftigen Ordnung eine jährliche Wasserprobe auf Legionellen durchgeführt werden. Im Grunde betrifft das jedes Mehrfamilienhaus, bei dem eine Untersuchungspflicht bestehen würde.

Die Verantwortung liegt bei dem Betreiber der entsprechenden Anlage. WerdenLegionellen nachgewiesen, gibt es Anordnungen, denen Folge zu leisten sind. Je höher die nachgewiesene Legionellenkonzentration, desto drastischer werden die Maßnahmen, die man ergreifen muss.

Das Analyseergebnis zeigt das Verhältnis der Anzahl von Kolonie bildenden Einheiten der Legionellen (KBE) pro 100 ml. Bei einem Nachweis bis 100 KBE/100 ml besteht kein Grund zum handeln. Diese Werte befinden sich noch im Toleranzbereich. Wird ein Wert bis 1000 KBE/100 ml gemessen ist eine Sanierung erforderlich, die innerhalb eines Jahres erfolgen sollte, weitergehende Untersuchungen sind hier erforderlich, um die Konzentration im Auge zu behalten. Bei einem Wert bis zu 10 000 KBE/100 ml spricht man von einer hohen Belastung, eine kurzfristige Sanierung ist hier aber noch möglich. Bei einer Verunreinigung über 10 000 KBE/100 ml wird zumeist die Nutzung der Wasseranlage verboten bzw. eingeschränkt (z.B. Duschverbot) und eine Sanierung ist umgehend erforderlich.

Richtlinien und Normen


Eines der vielen Arbeitsblättern für Neuanlagen von zentralen Trinkwarmwasserbereitern fordert neben neben verbesserter Konstruktion eine Betriebstemperatur von 60 Grad und regelt die Temperatur für das anschließende Verteilungssystem. 2001 kam eine Verordnung zu Novellierung der Trinkwasserverordnung hinzu. Sie regelt die Qualität des Wassers für den menschlichen Gebrauch.

Diese Legionellen-Vorschriften regeln diverse sanitärtechnische Maßnahmen, die die Gefahr durch Bakterien wirksam vermindert.

Die verschiedenen Richtlinien, Normen und Arbeitsblätter können zu Gesetzen werden, die wiederum verbindlich sind. Handelt es sich lediglich um Empfehlungen, so sind sie nicht bindend. Weist ein Hersteller eines Produkts auf die Prüfung auf eine Norm hin, so handelt es sich um keine verbindliche Aussage. Nur Gesetze und Verordnungen sind bindende Rechtsvorschriften. Gesetzesentwürfe sind freiwillig einzuhalten.

So empfiehlt etwa das Arbeitsblatt W270 dem Umgang mit der Vermehrung von Mikroorganismen auf Materialien für den Trinkwasserbereich. Die Arbeitsblätter W551 sowie W552 die Trinkwassererwärmungs- und Leitungsanlagen: Technische Maßnahmen zur Verminderung des Legionellen-Wachstums in Neuanlagen sowie die Technischen Maßnahmen zur Verminderung von Legionellen-Wachstum bei Sanierung und Betrieb von Trinkwasseranlagen. Genaue Regelungen gibt es insbesondere für Badeanstalten, Klimaanlagen und Wassererwärmungs-Anlagen.

Legionellen in Warmwasser-Einrichtungen


Doch was tun, wenn die Legionellen-Vorschriften einen Legionellen-Befall nicht verhindert haben? Sind Bäder befallen, so können sanitärtechnische Maßnahmen ergriffen werden. Dazu müssen die Keime im Leitungsnetz bekämpft werden. Gefahrenquellen sind häufig Duschen sowie Warmwasser-Sprudelbecken und Whirlpools. Besonders häufig finden sich Legionellen in Duschen, die längere Zeit nicht benutzt worden sind.

Denn dann können sich die Keime ungehindert in Duschkopf und -schlauch vermehren, gefördert durch die Nährstoffe, die sie in Plastik und Gummi-Belägen finden. Aus diesem Grund fordert eine Richtlinie, Duschschläuche zu verwenden, die sich nach Benutzung von selbst entleeren. Von Experten wird dies jedoch als nicht ausreichende Maßnahme erachtet, um Legionellen-Grenzwerte einzuhalten. Findet man im Wassersystem zu Hause bei einer Wasseranalyse Legionellen, so wird eine thermische Desinfektion bei über 70 Grad Celsius empfohlen sowie eine chemische Desinfektion.

Anschließend sollte unter anderem darauf geachtet werden, dass die Temperatur im Wassersystem dauerhaft hoch gehalten wird. Will man sich also vor Legionellen und anderen Keimen und Bakterien schützen, sollte der zentrale Trinkwasser-Speicher dauerhaft auf mindestens 60 Grad Celsius beheizt werden. Denn so vermindert man das Risiko, dass sich Legionellen im Wasser vermehren. Das Beheizen bietet also einen guten Legionellen-Schutz. Denn ist das Wasser nur lauwarm, also unter 60 Grad Celsius, bietet es ihnen ein optimales Klima und Legionellen können sich im Boiler vermehren – heißes Wasser dagegen tötet sie ab, wie andere Wasserbakterien und Keime auch. Auch andere dauerhafte Maßnahmen werden empfohlen, die neben dem akuten Desinfizieren ergriffen werden können. Etwa die so genannte UV-Desinfektion, die elektrolytische Desinfektion oder die Kupfer-Silber-Desinfektion.

Um das Senken der Temperatur im Wassersystem zu verhindern, sollte zudem die Zirkulation verbessert werden. Helfen können dabei verschiedene Pumpen oder die Erhöhung der Umwälz-Leistung. Diese Hinweise beziehen sich auf einen Befall im gesamten Wassersystem. Ist lediglich eine lokale Stelle befallen, also etwa der Zapfhahn, so können auch diese lokal mit den genannten Mitteln desinfiziert werden. Hier kann auch der Verzicht auf längere Umgehungsleitungen helfen oder das Abtrennen von nicht mehr benötigten Entnahmeleitungen.
Auf diese Vorsichtsmaßnahmen sollte daher geachtet werden, um eine mögliche Infektion über Legionellen zu verhindern.

Erfahren Sie mehr über die Methoden des Legionellenschutzes - Hier klicken!

Legionellen-Prävention

Legionellen-Prävention


Die so genannte Trinkwasserverordnung regelt hierzulande die Trinkwasserversorgung. Zudem regelt das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen den Umgang mit Bakterien im Trinkwasser. So sollen Krankheiten, die durch Keime hervorgerufen werden, verhindert werden. Die Trinkwasserverordnung soll helfen, Infektionen zu vermeiden und ist gesetzlich bindend.

Zur Legionellen-Prävention gibt es außerdem diverse Arbeitsblätter sowie Empfehlungen. So fordert ein Arbeitsblatt für Neuanlagen von zentralen Trinkwarmwasserbereitern eine allgemeine Betriebstemperatur von 60 Grad Celsius. Es regelt ebenso die Temperatur für das anschließende Verteilungssystem des Trinkwassers. Auf diese Art können Legionellen im Warmwasser mittels der Trinkwassertemperatur wirksam verhindert werden.

Das Vorkommen von Wasserkeimen


Es wird angenommen, dass die Zahl der Legionellen im Wasser in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat. Dies kann an den erfolgreichen Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung zurückzuführen sein. Bakterien sind im Allgemeinen nicht zwingend gefährlich für den Menschen. Daher ist Panik vor Wasserkeimen in vielen Fällen unbegründet. Eine große Zahl von Bakterien befindet sich von Natur aus im Trinkwasser.

Wie viele verschiedene Arten sich in unserem Wasser befinden, ist unklar. Es wird davon ausgegangen, dass nur etwa ein Prozent der Bakterien bisher bekannt ist. Bakterien und Keime wachsen unterschiedlich schnell. Schnelle Arten können sich in rund acht Stunden auf über 16 Millionen vermehren. Das klingt zunächst eindrucksvoll. Wenn die verfügbare Nahrung für die Bakterien aufgebraucht ist, so folgt jedoch die so genannte Absterbephase. Von den Legionellen kennt man heute 48 verschiedene Arten. Die meisten von ihnen wurden in den 1980er Jahren identifiziert und kommen in Süßwasser natürlicherweise vor. Eine dieser Arten bevorzugt feuchten Erdboden.
Da die Legionellen Kochsalz nicht zu mögen scheinen, sind sie in See- und Salzwasser nicht aufzufinden. Jedoch findet man sie in Flüssen und Seen ebenso wie in Schlamm und im Erdboden. Von hier können sie ins Grundwasser und schließlich ins Trinkwassersystem gelangen. Hier können die Keime über einen längeren Zeitraum am Leben bleiben. Über das Vorkommen von Legionellen in der Natur gibt es sehr verschiedene Angaben.

Es wird zum Beispiel geschätzt, dass sie in Deutschland in bis zur drei Prozent der Trinkwasserproben vorkommen. In Seen und Flüssen in den USA sollen die Bakterien sogar zu 15 Prozent vorhanden sein. Die Ergebnisse sind jedoch nicht allzu wörtlich zu nehmen, da das Wasser bis vor wenigen Jahren nicht systematisch oder regelmäßig getestet wurde.

Dies hat sich in der letzten Zeit jedoch gebessert. Weitaus häufiger kommen Legionellen in öffentlichen Gebäuden vor. So waren bei Proben in den 1980er Jahren in Krankenhäusern im westlichen Ausland bis zu 70 Prozent des untersuchten Wassers positiv, was ein alarmierender Befund ist bzw. war.

Gefunden wurden die Keime außerdem in Hotels, Schulen, Schwimmbädern und Pflegeheimen. Bei privaten Haushalten liegen die Werte grob geschätzt zwischen 15 und 30 Prozent. Es wird von einer rückläufigen Tendenz ausgegangen.

Verunreinigungen im Wasser

Neben Bakterien werden auch manche Mineralien in höherer Konzentration nicht gerne im Trinkwasser gesehen, da sie ungesund sein können. Manche von ihnen gelten als toxisch, andere nicht. Aluminium ist eines von ihnen, andere sind Calcium und Chloride, Fluorid und Kalium.
Kupfer findet sich ebenso häufig wie Magnesium. Zahlreiche weitere kommen hinzu. Giftig sind Stoffe wie Arsen, Blei und Chrom. Andere Stoffe werden dem Trinkwasser zugesetzt. Etwa Chlor, mit dem Ziel einer Desinfektion. In hoher Dosierung ist jedoch auch Chlor schädlich, hoch dosiert sogar tödlich. Auch Phosphate oder Ozon werden teils zugesetzt.

Um Menschen vor diesen und anderen Stoffen im Wasser, wie also auch die Legionellen, zu schützen, sieht die Infektions-Kontrolle für die Trinkwasser-Verordnung unter anderem vor, dass das Wasser für den Gebrauch durch den Menschen frei sein muss von Krankheitserregern.

Zur Legionellen-Prophylaxe kommen weitere Paragraphen hinzu, etwa in Hinsicht auf die Konzentration möglicher Erreger im Wasser und auf den Bestand mikrobiologischer Lebewesen.
Hier werden auch Bedingungen festgehalten für Firmen, die Wasser gewinnen, aufbereiten und weiter verkaufen. Als Krankheitserreger gelten hier Viren, Bakterien, Pilze sowie Parasiten. Dabei gibt es eine Liste meldepflichtiger Krankheitserreger. Darunter fallen neben Hepatitis-Viren und Salmonellen auch die Legionellen-Bakterien. Paragraph 7 regelt die Grenzwerte für die entsprechenden Krankheitserreger.

Dabei gelten Algen, Insekten und Pilze in Europa als nicht wirklich gefährlich. Sie existieren zwar in Wasser und Leitungen, haben jedoch keine schädlichen Folgen bei Menschen. Wesentlich gravierender sind die Folgen von verschmutztem Wasser in Ländern der Dritten Welt. Dort kommt es durch vergiftetes Wasser immer wieder zu Epidemien. In Europa führen dagegen Bakterien und Viren immer wieder zu Erkrankungen beim Menschen. Auch hier muss deshalb auf sanitärtechnische Maßnahmen zur Einhaltung von Hygiene geachtet werden.

Neben den Vorschriften sollte man sich auch über mögliche Maßnahmen desLegionellenschutzes informieren. Erfahren Sie hier einige Methoden derDesinfektion.

Desinfektion durch Chemikalien


Eine chemische Desinfektion kann mit verschiedenen Stoffen geschehen. Prinzipiell kommt es auf die Zahl derLegionellen im Wasser an sowie auf de Einwirkzeit der chemischen Mittel. Verschiedene Chemikalien kommen hierzu in Frage. Damit dadurch nicht die Gesundheit geschädigt wird, wird die Maßnahme von der Trinkwasserverordnung geregelt.

In Frage kommen Chlor, Ozon, Silber und andere. Sie müssen 5 bis 60 Minuten einwirken, um die Legionellen und andere Bakterien abzutöten. Die Verwendung von Chlor etwa ist umstritten, da hohe Mengen notwendig sind und der Effekt nur gering. Ozon hingegen gilt als teure Substanz. Besser geeignet ist möglicherweise die physikalische Desinfektion durch Erhitzen, UV-Bestrahlung oder Behandlung mit Ultraschall.

Desinfektion durch heißes Wasser


Diese Methoden können einzeln oder in Kombination angewandt werden. Über diese Methoden sollte man sich bei Bedarf genau informieren, um Gesundheitsschäden zu vermeiden. Die thermischeDesinfektion, also das Erhitzen von Wasser und Wassersystemen, gilt als sicherer Weg. In manchen Systemen stößt diese Methode dennoch an ihre Grenze. Theoretisch sterben Legionellen spätestens bei 70 Grad Celsius, schon nach wenigen Sekunden. Das dauerhafte Erhitzen verbraucht jedoch viel Energie und verursacht auch dadurch Kosten. Daher werden 60 Grad als dauerhafte Temperatur empfohlen. Dabei handelt es sich um einen Kompromiss: Das Wasser ist heiß genug, um Legionellen abzutöten, dennoch weniger Energie-intensiv als das Erhitzen auf 70 Grad Celsius.

Höhere Temperaturen können zudem das Material des Wasser-Systems angreifen, also Rohre und Leitungen, Dichtungen oder anderes. Bisher sind keine Fälle bekannt, in denen sich Menschen über Legionellen infiziert hätten, sofern das Wasser im System auf 60 Grad erhitzt worden war. Entsprechend wird diese Temperatur heute allgemein empfohlen, um sich vor Keimen im Wasser zu schützen.

Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die 60 Grad im gesamten Wassersystem eingehalten werden können. In der Praxis ist dies jedoch selten der Fall, da es schwer umzusetzen wäre. Eine alternative Empfehlung ist daher das regelmäßige und kürzer dauernde Erhitzen auf 70 Grad mit Hilfe einer Pumpe. Dies sollte alle ein bis zwei Wochen geschehen und soll wirkungsvoll vor Legionellen im Wasserschützen.
Ob das Wasser zu Hause in hohem Maße mit Legionellen befallen ist, kann mit Hilfe eines Schnell-Tests herausgefunden werden. Die Wasser-Analyse bringt Sicherheit, ob und wie viele Legionellen im Wasser zu finden sind.




Gefahrenstelle Klimaanlage – Belüftungsanlage

Die Klimaanlage oder andere Belüftungsanlagen stellen eine Gefahrstelle dar, dass sich Legionellen in der Luft verteilen können. Dazu reichen kleinste Wassertröpfchen aus, die durch die Klimaanlage verteilt werden. Falls diese Wasserpartikel, die das Bakterium tragen, von der Belüftungsanlage zerstäubt, in unsere Atemwege gelangen, kann dadurch eine Infektion ausgelöst werden. Eine Legionellen Pneumonie (Lungenentzündung in Folge der Legionellose) kann die Folge sein. Eine besonders schwere Form der Legionellose ist die Legionärskrankheit

Belüftungsanlagen

Gefahr durch die Lunge - Legionellen

Am größten ist die Gefahr, sich über Legionellen an der so genannten Legionellose zu infizieren dann, wenn warmes Wasser länger steht und anschließend zerstäubt wird. Dies gilt für Boiler, Warmwasserspeicher oder Warmwasserleitungen. Auch Kimaanlagen können ein Verbreitungsweg sein, ebenso können Legionellen über Belüftungsanlagen verbreitet werden. Gelangen die Bakterien in kleinsten Tröpfchen über eine solche Anlage in die Luft, so besteht die Gefahr, sie einzuatmen. Geraten Legionellen in die Lunge, so kann man sich auf diese Weise möglicherweise zu infizieren. Eine solcheLegionellen-Ansteckung droht jedoch nur jenen Menschen, deren Abwehrsystem bereits aus verschiedenen Gründen geschwächt ist, gesunde Menschen sind in der Regel nicht gefährdet. Dennoch besteht prinzipiell immer die Möglichkeit, krank durch Legionellen zu werden. 
 

Infiziert man sich über diese Bakterien mit Legionellose, so ist das Krankheitsbild oft folgendes: Fieber, das in Schüben auf 39 bis 40 Grad Celsius ansteigen kann, auch Schüttelfrost. Es können Symptome wie Erbrechen und Gliederschmerzen folgen, Nierenversagen wird teilweise beobachtet. Ebenso kann eine allgemeine Übelkeit ihre Ursache in der Legionärskrankheit haben. Die Legionellen-Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit, dauert in der Regel zwei bis zehn Tage.

Auch die Ursachen für Lungenentzündungen können in dieser Erkrankung gefunden werden. Im schlimmsten Fall führen Legionellen zu Pneumonie. Dabei kann es zu Atemnot kommen, Rasselgeräuschen beim Atmen sowie Flüssigkeitsansammlungen zwischen Lunge und dem Brustkorb. Wie bei einer Lungenentzündung üblich, verschlechtert sich die Verfassung der Patienten meist innerhalb der ersten vier bis sechs Tage. Schnell sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das so genannte Pontiac-Fieber ist die seltenere und oft milder verlaufende Variante der Legionellose und tritt ohne Lungenentzündung auf.
 

Gefahrenstelle Rasensprenger

Eine mögliche Gefahrstelle stellt die Rasensprenger-Anlage dar. Dort wo warmes Wasser in der Luft verteilt wird, sodass wir die feinen Tröpfchen einatmen, können auch Legionellen im Wasser sein, die dann ebenfalls in unsere Atemwege gelangen können. So kann die Gefahr bestehen, dass eine Lungenentzündung (Legionellen Pneumonie) entsteht, die bis zur Legionärskrankheit führen kann. Überall dort, wo Wasser fein in der Luft zerstäubt wird, besteht die Gefahr einer Infektion durchLegionellen. Viele weitere Faktoren, wie die Stärke des Immunsystems oder Vorerkrankungen sowie die Bedingungen, wie das Warmwasser gelagert wird (Herkunft und Weg) sind Faktoren, die eine wichtige Rolle bei einer möglichenLegionellen-Infektion spielen.

Infektionswege

Infektionsquellen bei Legionellen

In Deutschland infizieren sich nach wie vor die meisten Menschen in Krankenhäusern mit der Legionellose. Daher wird hier vermehrt gegen Bakterien und Keime vorgegangen und auf Legionellenbekämpfung geachtet. Dennoch kommt es, ebenso wie in Alten- und Pflegeheimen, immer wieder zu einer Legionellen-InfektionInfektionsquelle können mit Legionellenbefallenes Trinkwasser oder auch Bakterien in Beatmungsschläuchen sein.
 
Kommt es zu einer Infektion in Krankenhäusern, so muss schnellstmöglich die Infektionsquelle gefunden werden, um weitere Infektionen zu verhindern.
Problematisch ist an dieser Stelle, dass Patienten eines Krankenhauses meist ein ohnehin geschwächtes Immunsystem haben und dadurch allgemein anfälliger sind. Eine Legionellen-Übertragung über erkrankte Menschen ist jedoch nicht zu befürchten, da es sich bei Legionellen nicht um einen Virus handelt, sondern um Bakterien. Für gesunde Menschen stellen Legionellen und andere Keime ohnehin keine wirkliche Gefahr da, da das Immunsystem den Körper vor Infektionen schützen kann.

Symptome

Im schlimmsten Fall kann es bei einer Legionellose zu Lungenentzündungen kommen. Dabei kann Atemnot die Folge sein oder Rasselgeräusche beim Atmen sowie Flüssigkeitsansammlungen zwischen Lunge und Brustkorb. Wie bei einer Lungenentzündung üblich, verschlechtert sich die Verfassung der Patienten innerhalb der ersten vier bis sechs Tage. Nach der ersten Woche erholen sie die meisten Patienten langsam.
Die Rekonvaleszenzphase nach einer Legionärskrankheit kann insgesamt oft viele Monate dauern. Gelegentlich kommt es zu einer Lungenentzündung, die nicht allein durch Legionellen im Warmwasser stammen können, sondern gleichzeitig durch andere Bakterien hervorgerufen wird.

Da sich besonders in stehendem Warmwasser Legionellen und andere Bakterien vermehren können, besteht eine Infektionsgefahr in Whirlpools sowie über Boiler, Warmwasserspeicher und Warmwasserleitungen. Finden sich etwa im Whirlpool Bakterien, so können diese eingeatmet oder geschluckt werden und gegebenenfalls eine Erkrankung an Legionellose zur Folge haben – sofern das Immunsystem aus anderen Gründen bereits geschwächt ist.
Abtöten kann man die Keime bereits ab einer Temperatur von 50 Grad Celsius, sofern das Wasser über mehrere Stunden geheizt wird. Bei 60 Grad sterben die Bakterien schon nach zwei Minuten. So ist das Erhitzen von Wasser, auch kurzfristig, ein wirksamer Schutz vor Legionellen.
 

WhirlpoolLegionellen sind abhängig von der Wassertemperatur. Ist diese zu hoch, sterben Legionellen ab. Liegt die Temperatur aber in einem Bereich, der für Legionellen optimale Lebensbedingungen bietet, vermehren diese sich immens. Der Whirlpool kann somit stark belastet sein.

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WarmwasseranlagenDa Legionellen Wasserbakterien sind, sollte man besonders bei technischen Anlagen, die im Wasserbereich eingesetzt werden, auf die Gefahr achten. Durch richtiges Verhalten lässt sich das Risiko minimieren, dass Legionellen die Gesundheit beeinträchtigen können.

Warmwasser und die Legionellose-Gefahr – hier klicken!
 

BelüftungsanlagenHäufig tragen Klimaanlagen die Schuld an einer Infektion durch Legionellen. Informieren Sie sich, warum gerade Belüftungsanlagen für eine Legionellen-Ansteckung verantwortlich sind.

Wasserbakterien durch die Luft – hier klicken!
 

KrankenhäuserDie Deutschland tragen die meisten Infektionen an Legionellose Ihre Ursache in Krankenhäusern. Für öffentliche Gebäude bestehen Vorschriften, die Legionellen eindämmen sollen. Bestimmte Maßnahmen können die Infektionsgefahr vermindern.

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Senioren-ResidenzImmunschwache Personen, Schwangere und Kleinkinder müssen besonders vorsichtig sein, wenn mögliche Krankheiten in der Umgebung lauern. Auch ältere Menschen sind anfälliger für Krankheiten und Infektionen.

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Gefahrenstelle Dusche

Das Duschwasser entspricht in der Regel einer guten Wasserqualität. Im Normalfall ist es zum Verzehr geeignet. Legionellen können im Grundwasser vorkommen, dort sind die Bakterien aber nur in einer geringen und somit unschädlichen Konzentration vorhanden. Die Temperatur im Grundwasser ist für die Vermehrung der Legionellennicht geeignet. Es kann also durchaus vorkommen, dass sich Legionellen auch imTrinkwasser befinden. Sind diese nur in einer geringen Anzahl vorhanden, gibt es im Normalfall auch keine gesundheitlichen Bedenken. Legionellen können durchaus ohne Probleme getrunken oder gegessen werden – Gefahr besteht dann durchLegionellen, wenn diese eingeatmet werden (beim Essen und Trinken kann dies ebenfalls passieren, wenn man sich verschluckt). Befindet sich eine bedenkliche Anzahl von Legionellen im Trinkwasser, kann das Duschen eine Gefahr darstellen, da man dort Wassertröpfchen einatmen kann.

Grenzwerte und ab wann Sie handeln sollten - Hier klicken!

Gefahrenstelle Whirlpool

Der Whirlpool kann eine Gefahr darstellen, wenn sich Legionellen im Warmwasserungehindert vermehren können. Stehendes und warmes Wasser bietet dem Bakterium eine Grundlage, in der es überleben und sich fortpflanzen kann. Ein einfacher Legionellenschutz wäre geboten, wenn man die Temperatur auf über 60° Grad über ein bestimmten Zeitraum erhöht. Bei dieser Temperatur können die Bakterien sich nicht mehr optimal vermehren und man die Legionellen abtöten. Besitzt man selbst whirlpool-ähnliche Einrichtungen kann man einen Nachweis von Legionellen durchführen, dazu können Sie ganz einfach einen Legionellentestbestellen.

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Whirlpool

Legionellen im Whirlpool

Da sich besonders in stehendem, warmem WasserLegionellen und andere Bakterien vermehren, besteht Infektionsgefahr in Hinblick auf Legionellose nicht nur über Boiler, Warmwasserspeicher und Warmwasserleitungen, sondern auch besonders überWhirlpools. Finden sich im Whirlpool Bakterien, so können sie über kleine Tröpfchen in der Luft eingeatmet oder geschluckt werden und gegebenenfalls eine Erkrankung an Legionellose zur Folge haben. Denn Legionellen fühlen sich im Warmwasser sehr wohl und vermehren sich schnell.
Im Whirlpool sollte also besonders auf die mögliche Gefahr geachtet werden, die durch Legionellen und andere Bakterien ausgehen kann. Denn bei alten oder kranken Menschen, bei denen das Immunsystem ohnehin geschwächt ist, kann es zu einer Legionellen-Infektion kommen, also zur Legionellose, auchLegionärskrankheit genannt. 
 

Daher sollte auch zu Hause auf einen Schutz vor Legionellen geachtet werden durch sanitärtechnische Maßnahmen. Denn Abtöten kann man Bakterien im Wasser schon bei einer Temperatur von 50 Grad, sofern das Wasser über eine längere Zeit erhitzt wird. Dies wirkt wie eine thermische Desinfektion. Bei 60 Grad sterben die Bakterien schon nach zwei Minuten ab. So ist das Erhitzen von Wasser ein wirksamer und einfacher Schutz vor Legionellen, ebenso wir vor anderen Keimen und Bakterien.

Eine weitere Möglichkeit zum Schutz kann die permanente Desinfektion des Wassersystems mit dafür zugelassenen Chemikalien darstellen. Dabei sollte auf zulässige Grenzwerte geachtet werden.
Zum Schutz vor Infektionskrankheiten, wie sie durch Bakterien wie die Legionellen hervorgerufen werden, gibt es Regeln, Gesetze und diverse Empfehlungen, die eine übermäßige Ausbreitung der Bakterien verhindern sollen. So fordert eines von vielen Arbeitsblättern für Neuanlagen von zentralen Trinkwarmwasserbereitern neben verbesserter Konstruktion eine Betriebstemperatur von 60 Grad und regelt die Temperatur für das anschließende Verteilungssystem.